News nach ausgewähltem Stichwort…
Über Gefühle reden - Soldaten im Interview
31.05.2009 von Simone Uetz
Spontane Gedanken über ihren Einsatz in Afghanistan
Gestolpert bin ich gerade bei Bendlerblock über die spontanen Gedanken zu ihrem Einsatz in Afghanistan, der eine kommt der andere geht gerade. Im Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung sprachen zwei Soldaten über Ihre Gefühle und Eindrücke bei ihrer Mission.
Schön, daß immer mehr Soldaten über ihre eigenen Emotionen sprechen.
Lesen Sie den Artikel hier: Fliegender Wechsel
Bundeswehr-Beurteilungssystem ist rechtswidrig
27.05.2009 von Simone Uetz
Wehrdienstsenat gab klagendem Soldaten recht
Der 1. Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig entschied, dass das Beurteilungssystem für Bundeswehrsoldaten rechtswidrig sei. Ein Bundeswehrsoldat hatte geklagt, weil seine Beurteilung nach dem neuen System schlechter als zuvor ausfiel.
Die im Januar 2007 erlassenen neuen Verwaltungsvorschriften zu den dienstlichen Beurteilungen der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr (ZDv 20/6) und legte damit auch verbindliche Richtwerte für die Bewertung der Leistungen der Soldaten auf ihrem Dienstposten fest. So wurden bisher alle Soldaten (vom Feldwebel/Bootsmann aufwärts) entsprechend ihrem Dienstgrad Vergleichgruppen zugeordnet. Innerhalb der Vergleichsgruppen wiederum orientiert sich die Leistungsbewertung an vorgegebenen Mittelwerten bzw. Mittelwertintervallen, um eine Streckung des verteilten Notenspektrums zu gewährleisten und die „inflationäre Vergabe guter Wertungen einzudämmen“ - so das Gericht.
Eine Entscheidung über die Rechtswidrigkeit mit weitreichenden Folgen:
In dem Verfahren wurde entschieden, daß eine derartig weitreichende Umgestaltung des Beurteilungssystem per Erlass nicht ausreichend ist. Wegen der Auswirkung auf das Fortkommen des Soldaten hätte die Soldatenlaufbahnverordnung entsprechend angepaßt werden müssen.
Mit diese Einzelfallentscheidung zu der Beurteilung des Soldaten durch das Bundesverwaltungsgericht werden alle Beurteilungen auf Grundlage des kritisierten Beurteilungssystems rechtswidrig.
Petition: Rechtsstellung der Soldaten - Auslandseinsätze
10.05.2009 von Simone Uetz
Abstimmen ob die Einsatztage extra auf die Dienstzeit angerechnet werden sollen
Noch bis 16.5.2009 können Bürger eine Bundestagspetition unterzeichnen, ob allen Soldaten, die an Auslandseinsätzen teilgenommen haben bzw. teilnehmen werden, die Einsatztage doppelt auf die Dienstzeit angerechnet werden.
Petition Deutscher Bundestag
Änderung Bundesbesoldungsgesetz - KSK Soldaten erhalten Prämie
15.04.2009 von Simone Uetz
Bundestag beschloß Prämiensystem für KSK - Elitesoldaten
Schon länger konnte man es lesen.
Das Prämiensystem für das Kommando Spezialkräfte (KSK) aus Calw ist inzwischen in Kraft getreten.
Diese Spezialeinheit ist permanent unterbesetzt und soll so durch ein attraktives Bonussystem attraktiver für Soldaten werden.
Das System sieht gemäß § 43 Abs. 2 bzw. 5 des Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) vor, daß Soldaten eine Präme von 3.000 € erhalten, wenn sie den Eingangstest bestehen.
Nach Bestehen der Ausbildung nach weiteren 3 Jahren und 1 Tag auf dem Dienstposten sind 10.000 € im Gesetz verankert (§ 43 Abs. 3 bzw. 6). Nach weiteren 6 Jahren Dienstzeit erhält der Soldat bei der KSK pro Jahr 5.000 € Prämie gemäß § 43 Abs. 4 bzw. 7.
Bis Ende 2014 ist zu prüfen, ob sich das System bewährt hat.
Solidarität mit Soldaten zeigen
20.10.2008 von Simone Uetz
Gelbes Band hält Einzug in die Politik
Hier gibts Aufkleber & Anstecker für Solidarität…
Download Buttons für Soldiarität mit Soldaten
Zögerlich wächst die Anzahl der Menschen, die in Deutschland gelbe Armbänder tragen, gelbe Schleifen ans Revers ihrer Jacken heften oder die zuhause ein gelbes Band um einen Baum in ihrem Garten wickeln. Diese Schleifen sind dabei eine Erscheinung, die bislang ausschließlich auf die USA beschränkt war. Nur langsam scheint sie jetzt auch in Deutschland eine – wenn auch zurückhaltende – Verbreitung zu finden.
Dass selbst Bundespolitiker mittlerweile zum Solidaritätsband greifen, so jüngst Franz Müntefering auf der 100-Jahr-Feier des SPD Ortsvereines in Sinzig sowie die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles, zeigt aber, dass die Solidaritätsadresse langsam auch den Mainstream erreicht. Was genau verbirgt sich hinter diesen Symbolen, die wir aus Filmen wie "Wag the Dog" (hier satirisch überspitzt in Form von Schuhen) kennen?
Erste musikalische Erwähnung 1917
Gelbe Bänder aufzuhängen aus Solidarität mit den im Einsatz befindlichen Soldaten ist in den USA ein langjähriger Brauch. Die erste gelbe Schleife, die als ein Symbol in die Geschichte einging, wurde in einem Marschlied erwähnt, das in der US Army gesungen wurde. 1917 erhielt George A. Norton die Rechte an dem Lied. Der Titel: "Round her neck she wears a yellow ribbon".
Round her neck she wears a yellow ribbon,
She wears it in winter and the summer so they say,
If you ask her "Why the decoration?"
She'll say "It's for my soldier who is far, far away."
Musikalische Neuauflage 1973
1973 konnte dann die Band Dawn mit Sänger Tony Orlando mit dem Song "Tie a yellow ribbon round the old oak tree" einen großen Erfolg in den USA erzielen: In dem Lied geht es um einen Häftling, der nach 3 Jahren aus dem Gefängnis kommt und seine Frau vorab in einem Brief darum bat, ihn wissen zu lassen, ob er nach dieser langen Zeit zu ihr zurück kehren darf.
Wenn ja, möge sie doch bitte eine gelbe Schleife an die alte Eiche auf dem Dorfplatz binden. Sollte er dort keine Schleife sehen, würde er erst gar nicht aus dem Bus aussteigen, einfach weiter fahren und sie vergessen, denn dann habe sie wohl ein neues Glück gefunden. Der Song endet damit, wie der Mann im Bus sitzt und ungläubig auf die alte Eiche sieht: Dort war nicht nur eine, sondern hunderte gelber Schleife zu sehen, die im Wind wehten.
Iran-Geisel-Affäre & Golfkrieg
Ihrer heutigen Bedeutung kam die gelbe Schleife dann 1979 sehr nahe: Der US-Botschafter Bruce Laingen, gleichzeitig ranghöchster US-Offizier in Teheran, wurde zusammen mit 60 weiteren US-Amerikanern aus der US-Botschaft entführt und als Geiseln genommen. Seine Frau Penelope band daraufhin im Dezember 1979 ein gelbes Band um einen Baum auf der Wiese von ihrem Haus. Sie wollte damit zeigen, wie sehr sie sich die unversehrte Rückkehr ihres Mannes wünscht. Zunächst folgten Freunde und Familienmitglieder ihrem Beispiel, später solidarisierten sich dann weitere Teile der Bevölkerung. Im Januar 1981 kam Bruce Laingen zurück nach Hause.
In den 1990er Jahren tauchten die gelben Schleifen in Form von gelben Bänder wieder auf, erstmals verbunden mit dem Slogan "Support our Troops" (Unterstützt unsere Truppen/Soldaten) – dieses Mal als Geste der Solidarität mit den im Einsatz befindlichen Soldaten im ersten Golfkrieg.
Heutige Symbolik
Inzwischen ist die gelbe Schleife oder das gelbe (Arm-)Band ein anerkanntes Symbol für Solidarität und Unterstützung, wird dabei eng im Zusammenhang mit dem Warten auf einen geliebten Menschen oder der baldigen Rückkehr von im Einsatz befindlichen Soldaten verbunden. In der heutigen Zeit haben die rasanten politischen Änderungen auch das Verständnis und die Gefühle der Menschen für eine neue Bedrohung - und damit für die Notwendigkeit des Einsatzes der Bundeswehr - verändert.
Deutsche Soldaten setzen sich weltweit für die Interessen Deutschlands, aber auch für grundlegende (Menschen-)Rechte ein – oft unter Gefahr für Leib und Leben: Die gelbe Schleife symbolisiert die Solidarität mit den davon betroffenen, im Einsatz befindlichen Menschen. Ob die Deutschen irgendwann einmal ähnlich flächendeckend "Flagge zeigen", wie das in den USA geschieht, wird die Zukunft zeigen. In jedem Fall braucht es in Deutschland auch darüber einmal eine gesellschaftliche Diskussion.
(Quelle: Von Gregor J. Mayer
(PHOENIX.online),
mit Material aus dem PHOENIX
Afghanistan-Blog und BMVG)
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