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Militärseelsorge Familienwochenende: Vor dem Einsatz, nach dem Einsatz 2009

31.08.2009

Einladung Familienwochenende mit Gesprächsrunde

"Einladung zum Wochenende für Soldatenfamilien

aus der Seelsorgeregion „Allgäu“ mit den Standorten Altenstadt, Füssen, Kaufbeuren, Kempten und Sonthofen am 16.10.-18.10.2009

Mit dem Thema: Einsatz und andere Zeiten längerer Trennung von Partner(in) und Familie gut überstehen

Ziel dieses Wochenendes ist es, miteinander über Einsätze und längere, berufsbedingte Trennungen ins Gespräch zu kommen. Es wird Raum und Zeit sein, auszutauschen, was herausfordernd und was hilfreich für den einzelnen Partner und die Soldatin oder den Soldaten war.


Neben drei weiteren Ehepaaren aus Kempten und Füssen wird HptFw Uwe Deißler uns von seinen Erfahrungen als vierfacher Vater mit sechs Einsätzen berichten. 
Wir haben uns insbesondere zu folgenden Themen Gedanken gemacht:

  • Wie kommunizieren wir als Paar so, dass es für uns beide angenehm und hilfreich ist?
  • Wie bereiten wir die Kinder auf die Zeit der Trennung vor? 
Wie begleiten wir sie während des Einsatzes?
  • Zurückkehren und neu anfangen: Was wünsche ich mir als Rückkehrer(in)? 
Wie verändert sich mein „Einsatz allein daheim“, wenn er/sie wieder da ist? 
Wie nehmen Kinder den zurückgekehrten Elternteil auf?

Uns ist bewusst, dass jeder Mann und jede Frau die Zeit der Trennung individuell erlebt und jeweils andere Dinge als hilfreich empfindet. Deshalb wollen wir auch nur Impulse geben, um über das je eigene Erleben oder die Vorstellungen, die wir uns davon machen, ins Gespräch zu kommen.

Ort:

Familienferiendorf Langenargen, Rosenstraße 11/1  88085 Langenargen
Tel. 07543 / 9321-0   

Leitung:

Pastoralreferentin Veronika Füllbier

Referent:

Hauptfeldwebel Uwe Deißler und Team

Organisation:

Pfarrhelfer Franz Schneider


Kinderbetreuung:
Samstagvormittag während der Gesprächsrunde


Unterbringung und Kosten - siehe Anmeldeformular

Die Kosten für die Kinder und Jugendlichen werden aus dem Haushalt des Kath. Militärbischofs übernommen.

 
Anmeldung:

beim Kath. Militärpfarramt Sonthofen bis spätestens 30. September 2009!

87527 Sonthofen
Salzweg 24, Geb. 9
AllgFspWNBw 6514
Tel.: (08321) 278 – 3800, 3801

Telefax: (08321) 278 – 3802

Robbe: Kirchen sollten an einem Sonntag für Soldaten beten

28.08.2009

Robbe ©Josef König
©Josef König

Berlin (KNA) Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, hat mehr Aufgeschlossenheit der Gesellschaft für die Bundeswehr angemahnt. Dabei regte Robbe auch ein verstärktes kirchliches Engagement an. So könne er sich vorstellen, dass in den Kirchen in Deutschland an einem Sonntag des Jahres ein einheitliches Gebet mit einem Segenswunsch für die im Einsatz befindlichen Soldaten gesprochen werde, sagte der Wehrbeauftragte in einem Gastkommentar der in Berlin erscheinenden Zeitschrift "Kompass" (September). Dazu könnten die Kirchenleitungen in ökumenischer Eintracht einen Termin festlegen. Robbe verwies auf den Wunsch vieler Soldaten nach mehr gesellschaftlicher Anerkennung für ihren Dienst. Statt "freundlichem Desinteresse" gehe es um mehr Anteilnahme,

menschliche Zuwendung und mehr Verständnis für den "oft sehr schweren und gefährlichen Dienst" der Soldaten.

 

 Bild: Josef König

 

(Quelle Text und Bild: KNA - ktksmq-BD-1828.19PI-1,Josef König)

Würdiges Gedenken. Eine Mahnung von kirchlicher Seite

27.08.2009

Seitens der Kirche werden die Aufrufe zu Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr immer drängender...

Militärgeneralvikar Walter Wakenhut fordert einen eigenen Gedenk- und Ehrentag für Bundeswehr und die im Dienst ums Leben gekommenen Soldaten und Soldatinnen:

 

KNA, 26.08.2009.
[…]
Für das Gedenken der Soldaten an ihre getöteten und gefallenen Kameraden sei der Bendlerblock als Ort des Widerstands gegen ein Unrechtsregime der geeignete Ort. „Sollte das Parlament ein eigenes Ehrenmal beschließen, kann das seinen Platz am Reichstag haben.“ Nach seinem Eindruck seien das Ehrenmal und das Gedenken der deutschen Bevölkerung auch für die Soldaten von hoher Bedeutung. Viele seien der Meinung, dass der Einsatz in Afghanistan in der Gesellschaft nicht ernst genommen und die immensen Gefahren nicht gesehen würden. Wakenhut weiter: „Und wenn die Soldaten nach Hause kommen, müssen sie sich für den Einsatz manchmal noch rechtfertigen.“


(Quelle: KNA – ID Nr. 34 / 26. August 2009, KMBA / Doreen Bierdel)


 

In der aktuellen Ausgabe Kompass, Soldat in Welt und Kirche (2009/09 Seite 7) ist weiterhin zu lesen:


[…] Die Bundeswehr wird in unserer Öffentlichkeit und auch von manchem Politiker in einen Topf mit den Armeen vergangener Zeiten geworfen. Nach dem Prinzip „Soldat bleibt Soldat“ sei er dazu da, Kriege zu führen und darin zu siegen. Es wird kein Unterschied gemacht.

Aber es sollte sich eigentlich herumgesprochen haben und auch ins Bewusstsein jedes verantwortungsbewussten Bundesbürgers eingedrungen sein, dass mit dem 23. Mai 1949, der Annahme unseres Grundgesetzes, für unser Volk eine neue Zeit begonnen hat. Es gibt keine Fortsetzung des Dritten Reiches oder des Kaiserreiches, auch nicht der Weimarer Republik.
Die Bundesrepublik ist etwas Neues; etwas Neues, das sich von Anfang an in die demokratische Tradition Europas hineingestellt weiß. In der Verantwortung vor Gott wird eine Werteordnung festgeschrieben, die auf unserer christlich abendländischen Tradition beruht. Menschenwürde und Menschenrechte sind unveräußerliches Rechtsgut der Menschen in unserem Land.

Die Bundeswehr ist in diese und keine andere Tradition hineingestellt. Pflicht des Soldaten und der Soldatin ist es, treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Es geht nicht um Machtspiele, es geht nicht um Siege und Kriege, sondern um die Verteidigung. Aus der noch nationalstaatlich geprägten Gründerzeit unseres Staates ist eine globalisierte, in sich vernetzte und hochkomplizierte Welt geworden, in der ein Volk nicht mehr ohne das andere leben, in dem kein Volk gegen das andere sein kann, ohne großen Schaden hervorzurufen. Die Verantwortung für das Gemeinwohl besteht nicht mehr in Wahrung eigener nationaler Interessen, sondern kann nur im Blick auf die ganze Welt richtig wahrgenommen werden. Das fordert die helfende Tat.

Die Bundeswehr im Einsatz war und ist eine vom Parlament, von den von uns allen gewählten Frauen und Männern in den Einsatz geschickte Armee. Die Soldatinnen und Soldaten verrichten ihren Dienst im Auftrag unseres Volkes, im Dienst für Frieden, Recht und Freiheit.

Gedenken, Trauer und Erinnerung sollen deshalb in dieser neuen Armee einen neuen Platz und ein eigenes Datum erhalten. Es geht nicht um die Opfer von Unrecht und Gewalt, sondern um Frauen und Männer, die im Einsatz für Frieden, Recht und Freiheit ihr Leben eingesetzt und auch verloren haben. Der Toten im Ehrenmal zu gedenken und die Lebenden mit dem Ehrenkreuz für Tapferkeit auszuzeichnen ist nicht die Wiederkehr alter soldatischer Herrlichkeit, sondern Respektbekundung des demokratischen Staates für die, die sich als Staatsbürger in Uniform für Menschenwürde und Menschenrechte einsetzen. Aus eben diesen Gründen ist es sinnvoll, einen eigenen Gedenk- und Ehrentag für die im Einsatz ums Leben gekommenen und gefallenen Soldatinnen und Soldaten zu schaffen. Da geht es nicht um einen zusätzlichen Feiertag, sondern um eine klare und eindeutige Verortung unserer Bundeswehr in der freiheitlich demokratischen Ordnung unseres Staates.

Soldatinnen und Soldaten sind Staatsbürger in Uniform. Das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit, das Ehrenmal und ein eigener Gedenktag sind die Konsequenz daraus.


(Quelle: Kompass, Soldat in Welt und Kirche (2009/09 Seite 7)

Robbe wünscht sich mehr menschliche Zuwendung für Soldaten

22.08.2009

Ein Plädoyer für Solidarität

Feldpost

In der Ausgabe Kompass 07/08 2009 erzählt der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe von seinen Eindrückten auf seiner letzten Inspektionsreise nach Afghanistan und spricht über Solidarität und menschliche Zuwendung für die Bundeswehrsoldaten.

 

[…]

Vor diesem Hintergrund kann ich verstehen, dass den Soldaten kein anderes Wort als „Krieg“ einfällt, wenn sie mir das in langen Feuergefechten Erlebte schildern. Und ebenso gut kann ich es verstehen, wenn die Soldaten mich bitten, alles dafür zu tun, dass die Truppe endlich mehr „moralische Unterstützung“ von unserer Gesellschaft bekommt. Damit meinen die Soldatinnen und Soldaten im Grunde mehr menschliche Zuwendung, mehr Solidarität – wir Christen sprechen auch von Nächstenliebe –, die sie bei ihren Mitbürgern in der fernen Heimat vermissen.

Das Gefühl, im Stich gelassen zu werden, macht sich ganz besonders dann breit, wenn Kameraden schwer verwundet werden, wie es leider auch während meines Besuchs in Kunduz wieder geschah.

[…]

 

Den ganzen Beitrag von Reinhold Robbe finden sie im hier: Kompass 07/08 2009

 

(Quelle: Kompass

Bild: www.bundeswehr.de)

Die Soldaten im Einsatz brauchen Rückendeckung

21.08.2009

Militärseelsorger berichtet vom Alltag in Kunduz

Domradio

Pater Jonathan Göllner ist Militärseelsorger beim regionalen Wiederaufbauteam im Feldlager Kunduz. Im domradio-Interview berichtet der Benediktiner am Tag vor der Wahl über seinen Alltag mit den Soldaten und erklärt wie wichtig für die Soldaten im Einsatz der Bundeswehr ein Rückhalt und Zuwendung aus der Heimat ist.

 

Auszug:


[…]
Göllner: Wichtig ist den Soldaten vor allen Dingen der Rückhalt untereinander, in den einzelnen Gruppen oder auch der Besatzung auf den Fahrzeugen. Wichtig ist, das Gefühl zu haben: Wir machen das hier gemeinsam für Deutschland.

domradio: Was erwarten denn die Soldaten von Deutschland?
Göllner: Schlichtweg Rückhalt, Rückendeckung im wahrsten Sinne des Wortes, Rückenstärkung und Zuwendung aus der Heimat. Das geschieht durch die Familien, durch Freunde und die heimischen Einheiten. Da kommt unheimlich viel Post an jeden Tag.

domradio: Was ist ihre Funktion in diesem Feldlager?
Göllner: In erster Linie: Viel zuhören. Als Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen und als Zuhörer. Als Adresse, bei der Vertraulichkeit gilt, wo Soldaten mit ihren unterschiedlichsten Erfahrungen, die sie in ihrem Einsatz gemacht haben, hingehen können. Dampf ablassen, die Seele frei reden. Ich bin eher Zuhörer.

[…]

 

Lesen und hören sie das ganze Interview auf domradio.de hier...

 

(Quelle: domradio.de)

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