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News nach ausgewähltem Stichwort…

Familie-Beruf (5)

Mit der Bundeswehr im Auslandseinsatz bei FrauTV, WDR

02.10.2009 von Simone Uetz

Soldat Uwe D. berichtet - Wiederholung am 5.10. 11.30 Uhr

Lisa Ortgies
FrauTV Lisa Ortgies

Unter dem Motto "Frauen im Gespräch" stellt die WDR-Sendung die Lebenswirklichkeit von Frauen dar und und berichtet unter anderem über Medizin, Wirtschaft, Politik.

 

FrauTV sprach mit Uwe D. über seine Beruf als Soldat und darüber, wie man als Partnerin damit umgehen kann:

 

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WDR FrauTV
Donnerstag, 01. Oktober 2009, 22.00 - 22.30 Uhr .
Montag, 05. Oktober 2009, 11.30 - 12.00 Uhr (Wdh.)

 

zum Sendeausschnitt    

 

Auslandseinsätze der Bundeswehr

ein Thema über das besonders in letzter Zeit wieder viel diskutiert wird. Sollen deutsche Soldaten weiter in Afghanistan bleiben? Und sind sie im Kriegseinsatz? Egal wie die Politik entscheidet, hunderte von Soldaten sind und waren dort im Einsatz. Und kehren nach Hause zurück mit Erlebnissen, die nicht nur sie, sondern auch ihre Familien verändern. Und jetzt wird inzwischen auch offen über die Probleme gesprochen. Die Medien machten erst unlängst darauf aufmerksam, dass besonders die Einsätze in Afghanistan zu posttraumatischen Belastungsstörungen führen können. frauTV hat einen Mann getroffen, der schon mehrere Einsätze als Personenschützer hinter sich hat.

 

Erster Einsatz - 1997

Der erste Einsatz war Sarajevo und losgefahren ist der Hauptfeldwebel Uwe D. mit einem mulmigen Gefühl. Er hatte sich damals ganz nüchtern zusammen mit seiner Familie darauf vorbereitet. „Ich habe mein Testament geschrieben, meine Patientenverfügung gemacht, wenn irgendwas passieren sollte, aber eigentlich haben wir es verdrängt, wir wollten nicht das was passiert und deshalb haben wir nicht drüber gesprochen.“ Und dann, viel zu schnell, kam der Wagen, der ihn abholten. Es blieben noch 10 Minuten, um sich von seiner Frau und den vier Kindern zu verabschieden. Die richtigen Worte hat damals keiner gefunden. Was sollten sie sagen? Sie hatten alle keine Erfahrung mit einer derartigen Situation. Bei der Abfahrt hat Uwe dann nur einen Gedanken: Hoffentlich sehe ich das alles noch mal wieder!

 

Der Alltag im Einsatz

Beim ersten Granateneinschlag in Afghanistan kam Uwe D. schon ins Grübeln und fragte sich, was mache ich hier: „ Wenn da jemand sagt, er spürt nichts, das glaube ich nicht.“ Trotzdem stand für ihn immer fest, nicht gehen kommt nicht in Frage! Da hätte er das Gefühl gehabt, sich selbst zu verraten. Denn Soldat sein ist für ihn mehr als ein Beruf. Und die Einsätze sind Teil seines Berufes.
Einsatz in Afghanistan das heißt, es gibt kaum Rückzugsmöglichkeit und viele Einschränkungen. Für ihn und seine Kollegen sind solche Einsätze auch eine besondere Herausforderung, bei der sie immer wieder vor neue Aufgaben gestellt werden. „Es ist für andere vielleicht nicht so leicht zu verstehen, aber es ist mehr als ein Job: Es geht auch um Emotionen, Gefühle und Kameradschaft, es gibt viele Facetten positive und negative“, beschriebt Uwe D.

 

Das „Nicht Verstehen“

Auch wenn er und seine Frau nur das Beste für den anderen wollten, sie kamen deutlich an ihre Grenzen, weil sie plötzlich in völlig unterschiedlichen Welten lebten. Am besten wird das vielleicht an einem Beispiel deutlich:

Es gibt Tote und Verletzte in Afghanistan. Uwes Frau sitzt zu Hause und wartet verzweifelt auf eine Nachricht, fürchtet ihr Mann könnte unter den Opfern sein. Uwe ahnt nicht, was zu Hause los ist, wie viel Angst sie um ihn hat. Die Handys im Einsatz werden abgeschaltet, damit von offizieller Seite die betroffenen Familien über Verletzte und Tote vor der Presse informiert werden können. Zwei Tage dauert das Warten, dann ruft er zu Hause an. Ein sehr kurzes Telefonat, bei dem Uwe nicht versteht, warum seine Frau so aufgeregt ist. Heute, rückblickend, kann er es verstehen. Aber damals kam ihre geballte Angst nicht durch die Telefonleitung, er dachte, es ist doch gar nichts passiert.

 

Zu Hause und doch alleine

Wenn Uwe D. nach einem Einsatz nach Hause kam, hatte er das Gefühl hier läuft alles. Nur er gehörte irgendwie nicht mehr dazu. Er zog sich zurück, wurde empfindlicher, ging oft in Abwehrhaltung, ließ irgendwann nichts mehr so richtig an sich ran. Er glaubt zwar, dass sie beide nur das beste wollten, aber oft war das genau das Falsche. Zum Beispiel wenn er auf dem Sofa lag und seine Frau dachte, ihn nicht mit allem zu belasten, weil er ja schließlich schon genug um die Ohren hatte. Er aber fühlte sich ausgeschlossen. Oder wenn er selbst, als endlich ein bisschen Ruhe eingekehrt war, das Thema am liebsten gar nicht mehr angesprochen hat. Sie aber gerne mehr gewusst hätte und sich dann ausgeschlossen fühlte.

 

Zwei Welten

Uwe D. und seine Frau haben es zusammen nicht geschafft, sie haben sich getrennt. „Wir hatten nicht die Zeit für uns beide um anzukommen, sie aus ihrer Welt und ich aus meiner. Wir hätten uns in der Mitte treffen müssen und diesen Weg haben wir nicht gefunden. Dafür muss man sich aber einfach Zeit nehmen.“ Zeit nehmen und drüber reden. Eigentlich ganz einfach sagt Uwe heute, aber damals hat er es nicht hinbekommen und vielleicht habe er es auch gar nicht gewollt. Doch das ist seiner Meinung nach der einzige Weg der hilft. Deshalb engagiert er sich heute ehrenamtlich, um anderen von seinen Erfahrungen zu erzählen. „Vielleicht ist es so ein bisschen eine Art Wiedergutmachung für das was ich verbockt habe.“

 

Buchtipp

Uwe D.:
„Randnotizen - Hundert Mann und ein Befehl. Als Berufssoldat in Afghanistan, als Mensch in der Heimat - ein Tagebuch zweier Welten“
Independent Verlag 2008, ISBN 9783000254079
„Randnotizen“ ist ein Buch, das sehr eindringlich beschreibt was Soldaten bei einem Auslandeinsatz erleben. Uwe D. schildert unter welchen Bedingungen er und seine Kollegen in Afghanistan leben und gibt durch Tagebucheinträge einen Eindruck davon, was er als Personenschützer dort erlebt hat. Sehr beeindruckend sind die persönlichen Rückblenden, die er nachträglich zu Hause geschrieben hat. Sie ermöglichen einen nahen Einblick in eine ganz eigene Welt mit vielen Gefühlen.

 

Quelle: FrauTV

Autorin: Ute Schneider

Statt Sonntagsreden: Mehr Familienfreundlichkeit bei der Bundeswehr gefordert

28.05.2009 von Simone Uetz

Bundeswehrverband und CDU/CSU-Bundestagsfraktion sind sich einig

„Vereinbarkeit von Familie und Dienst“ war das Thema der gemeinsamen Veranstaltung des Bundeswehrverbandes und der Arbeitsgruppe Verteidigung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Einig waren sich der DBwV-Bundesvorsitzender Oberstleutnant Ulrich Kirsch und der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bernd Siebert und forderten familienfreundlichere Berufsbedingungen für Soldaten: „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels kann es sich die Bundeswehr langfristig nicht leisten, dass sich hervorragend ausgebildete Frauen und Männer aus dem Soldatenberuf zurückziehen, wenn Familienpflichten zu erfüllen sind.“

Es wurde ein zu prüfender Maßnahmenkatalog erarbeitet:

  • Personalmaßnahmen sollten den Betroffenen möglichst über die nächste Ver­wendung hinaus offengelegt werden, um Planungen zu ermöglichen.
  • Die Möglichkeit von Teilzeitdienst und Telearbeit sollte durch eine offensive Informationspolitik in der Truppe kommuniziert werden.
  • Möglichkeiten der flexiblen Arbeitsplatzgestaltung sollten ausgelotet werden.
  • Familienfreundlichkeit sollte ein Teil der Ausbildung des Führungspersonals werden.
  • Die Wohnungsfürsorge sollte z.B. durch Einrichtung von so genannten Pendlerappartements verbessert werden.
  • Die seit Jahren geforderte unbefristete Wahlmöglichkeit zwischen Gewährung von Umzugskostenvergütung und Trennungsgeld sollte umgesetzt werden.

 

Bundeswehr: So erlebt Martin W. seinen Einsatz in Afghanistan

03.05.2009 von Simone Uetz

Bericht auf Welt Online - Von E. Schade und P. Marx 17. April 2009

ISAF

Was geht in einem Soldaten vor, der in den Auslandseinsatz für die Bundeswehr geht? Wie gehen ihre Familien und Freunde damit um? Diese Frage wird nun zunehmend von der Presse aufgegriffen. Reportagen und Talkshows thematisieren nicht mehr nur politische Fragen zum Afghanistaneinsatz, sondern wenden jetzt auch mal den Blick auf das persönliche Erleben betroffener Einsatzkräfte und deren Angehörigen.

Teilweise klischeehaft anmutend wird erzählt, was an vielleicht ganz Alltäglichem auf den Einzelnen zukommt, mit was Mann oder Frau sich auseinandersetzt...

Ein Bericht auf Welt.de

Von E. Schade und P. Marx 17. April 2009, 07:39 Uhr

"Bundeswehrsoldat Martin W. hat sich freiwillig für den Einsatz in Afghanistan gemeldet. Wie fühlen sich die letzten Tage vor der Abreise an, was bewegt den Soldaten im Camp in Faisabad? Wie geht es den Angehörigen mit der Situation? WELT-ONLINE-Reporter haben W. und seine Familie begleitet.

Für jeden Euro in seiner Blechbüchse verschenkt der Mann vom Freundeskreis des Panzerbataillons 21 einen Anstecker mit Wappen der Brigade. Auch, um Sympathien zu werben, sagt Karl-Heinz Schwarze, für die 1200 Soldatinnen und Soldaten, die gleich auf dem riesigen Parkplatz hinter ihm nach Afghanistan verabschiedet werden. Der öffentliche Appell findet in Lemgo, der Patenstadt der Brigade, statt. Zuschauer sind noch keine da, nur ein paar Zaungäste.

Hundert Meter weiter, auf einem kleinen Rasenstück am Rand des Geländes, steht Simone, eine junge Hauptgefreite. Schon seit einer halben Stunde gibt sie Interviews. Wie fühlt man sich so kurz vor dem Abflug in ein Land, das man nicht kennt? Ist man vorbereitet auf eventuelle Anschläge? Simone, eine korpulente junge Frau im Flecktarnanzug, antwortet freundlich und geduldig.

Sie wisse, was sie da unten erwarte, sagt sie. Und, dass sie in den vergangenen Wochen viel über Land und Leute gelernt hat. Dass die Damen verschleiert rumlaufen, es nachts sehr kalt, tagsüber warm und staubig ist. Verschleierte Damen, wechselhafte Temperaturen - aus dem Mund der jungen Soldatin klingt das, als würde sie in den Abenteuerurlaub fliegen.

15 Minuten später stehen 1200 Soldatinnen und Soldaten in Reih und Glied. ..."


Weiterlesen auf welt.de

Afghanistan: Mein Mann, der Soldat

10.03.2009 von Simone Uetz

Madlen Ottenschläger im Gespräch mit der Familie und Dr. Peter Wendl

Mein Mann Soldat

Kriege sind weit weg. Für die meisten Deutschen. Doch wie geht es einer Familie, wenn der Mann in ein gefährliches Kampfgebiet wie Afghanistan ziehen muss? BRIGITTE-Autorin Madlen Ottenschläger hat Frau und Kinder besucht.

Sie sitzt auf der Bettkante, hält ihre Tochter im Arm, löst sich, streicht ihr über den Rücken. "Noch drei Tage", sagt Anna Peklo (Name von der Redaktion geändert), "dann ist er wieder da. Das schaffen wir. Locker schaffen wir das, gell?" Noch dreimal schlafen, noch dreimal die Hände falten zum Gebet: "Lieber Gott, mach, dass Papa gesund zurückkommt. Dass ihm nichts passiert auf dem Heimflug. Und danke, dass du bis jetzt so gut auf ihn aufgepasst hast. Amen."

Lesen Sie den ganzen Bericht hier: Bericht Brigitte

Von Frau zu Frau - Für Soldatenfrauen und Angehörige

15.08.2008 von Simone Uetz

Hilfe-Forum für Angehörige von Soldaten im Auslandseinsatz

Frau zu Frau

Auf der Webseite von frauzufrau.de finden Frauen und Angehörige von Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz Unterstützung, Information und Hilfe in allen Lebenslagen.
Im Forum und eigenen Chat tauschen sich die User aus und helfen sich gegenseitig, die Zeit des Einsatzes zu überstehen.
Eine Vielzahl an Informationen, Dokumentendownloads für Unterlagen, Broschüren und Aktivitäten der FBZ stehen den Besuchern zur Verfügung.

Frau zu Frau arbeitet eng mit der Familienbetreuungsorganisation, vielen Institutionen und Einrichtungen in- und außerhalb der Streitkräfte zusammen. Angehörige von SoldatInnen aus Österreich, der Schweiz und anderen Ländern sind herzlich willkommen.

frauzufrau-online ist ehrenamtlich und unabhängig und die Anmeldung als User ist selbstverständlich kostenlos.

Hier gehts zur Webseite von Frau zu Frau

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