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Afghanistan - und „wir“
08.01.2011
Einblicke in ein archaisch-islamisches Entwicklungsland
Dr. Lorenz Göser feiert seinen Abschied gebührend mit einer besonderen Ausstellung. Sein letztes Werk als Kulturamtsleiter der Stadt Kressbronn widmet er seiner Passion Afghanistan.
In den 70er Jahren ging der damalige Lehrer Göser als Entwicklungshelfer nach Afghanistan und schrieb darüber seine Doktorarbeit mit dem Thema „Lernprozess eines Entwicklungshelfers am Hindukusch“. Später verbringt Dr. Lorenz Göser weitere acht Jahre mit seiner Familie in der neuen Heimat und hilft als ,Mann vor Ort‘ bei der Flüchtlingshilfe HELP in Peschawar und agiert als Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung in Islamabad. Zur Einschulung seiner Tochter kehrte die Familie dann wieder zurück nach Kressbronn.
Seine Zeit als Pensionär will Göser aber nicht als Rentner verbringen. Das nächste Ziel ist schon geplant. Zusammen mit seiner Frau will er die Tochter besuchen, die in Pakistan ein Stipendium erhielt und freut sich schon auf ein Wiedersehen mit seiner zweiten Heimat Afghanistan.
Information zur Ausstellung:
Mit einem umfangreichen, breit gefächerten Ausstellungsprogramm erfährt der Besucher von der Vielschichtigkeit Afghanistan und lädt zu einem anderen Blick auf das vom Krieg gebeutelten Land am Hindukusch ein.
Neben Bildern und Auszügen von unserem Buch „randnotizen“ finden Sie in der Ausstellung und dem dazugehörigen Veranstaltungsprogramm:
- Vorträge von Dr. Lorenz Göser und Dr. Reinhard Erös, Oberstarzt a.D. zur Entwicklungshilfe, sowie eines Bundeswehroffiziers der 10. Panzerdivision Sigmaringen zu den Einsatzbedingungen und Gefahren im Einsatzland
- Fotos des renommierten schweizer Fotografen Herber Maeder („Verborgerner Zauber Afghanistans“)
- Filmvorführungen wie „Drachenläufer“, „Osama“, „Ayeshas Schweigen“, „Sterne am verbrannten Himmel“
- Diavorträge, Reiseberichte und Erzählungen
- Buchvorstellungen und Lesungen
- Musik, Bazar u.v.m
Außerdem werden erstmals in Deutschland die Zeichnungen des ehemaligen russischen Einsatzsoldaten Sergej Laschin gezeigt. Laschin diente während der Sowjetischen Invasion als Fallschirmjäger im Krieg in Afghanistan und brachte seine persönlichen Erlebnisse skizzenhaft und mit kurzen Texten auf Papier. Dem Betrachter vermag er auf eindrucksvolle Art und Weise, den Schrecken des Krieges und was es mit den Menschen hinter den Soldaten macht, zu Bewußtsein zu bringen.
Weitere Information:
Die Ausstellung wird am Sonntag 9. Januar 2011 um 15 Uhr eröffnet und kann besucht werden bis zum 30. Januar 2011
Ort: „Lände“, Seestr. 24, Kressbronn am Bodensee
Artikel über die Ausstellung auf Schwaebische.de
Zum Download:
Programm für die Afghanistanausstellung
Warum Soldaten? - Ausstellung zur Diskursanimierung über die Bundeswehr
07.07.2010
Mit Soldarten-Portraits und Bürgerreaktionen
Hamburg, 05.07.2010.
Für die Ausstellung „Warum Soldaten“ befragten Studenten der Helmut-Schmidt-Universität 1500 Passanten und Vertreter des öffentlichen Lebens über die Rolle der Bundeswehr. Den erhaltenen 500 Antworten stellten sie 500 Soldaten-Portraits gegenüber. Nun wurde die Ausstellung unter der Schirmherrschaft von Reinhold Robbe am 5. Juli vom Bundesminister der Verteidigung, Karl-Theodor zu Guttenberg, im Bundespresseamt in Berlin eröffnet.
Robbe hofft, dass mit „Warum Soldaten“ die Bevölkerung ein Stück weiter sensibilisiert und zum Nachdenken und Mitdenken animiert: „Gerade bei uns in Deutschland gibt es leider keine breite gesellschaftliche Debatte über die Frage, wofür unsere Soldatinnen und Soldaten ihre Gesundheit und ihr Leben einsetzen“, bedauert er. Dabei sind sie es, die im Auftrag des Parlaments in Krisengebieten ihr Leben riskieren.
Ein Schritt gegen das freundliche Desinteresse!
Die zehn Offiziere und Offizieranwärter der HSU baten Personen aus Wirtschaft, Parteien, Verbänden, Kirchen und Öffentlichem Leben sowie Passanten in der Hamburger Innenstadt um ein Statement zu der Frage „Warum Soldaten“. Überrascht von der Frage waren vielleicht viele, denn „Die meisten mussten einige Zeit nachdenken, bevor sie antworten konnten“, erinnert sich Leutnant Tobias Piekatz (24). Das Konzept ging auf - Egal ob die Antworten kritisch oder beführwortend ausfielen, es ging den Studenten darum, ein Zeichen gegen das weit verbreitete freundliche Desinteresse gegenüber der Bundeswehr zu setzen, das besonders für die Kameradinnen und Kameraden im Afghanistaneinsatz unerträglich sei.
Die 500 Bildern, Statements oder Videobotschaften zeigen dieses breit gefächertes Reaktionsband auf 20 Meter langen Stellwänden und wurden 500 Soldaten-Portraits gegenüber gestellt, als Symbol dass sich die jungen Frauen und Männern den auch kritischen Aussagen aus der Bevölkerungen stellen. „Wir wissen, was wir von uns halten. Aber was denkt die Bevölkerung über uns? Das wollten wir herausfinden“, so Martin Albrecht.
Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Juli 2010 im Bundespresseamt, Dorotheenstraße 84 in 10117 Berlin zu sehen. Anschließend soll sie in vielen weiteren Städten gezeigt werden. Interessierte Aussteller können sich unter der Email-Adresse warum-soldaten@hsu-hh.de melden.
Bild:
Universitätspräsident Zeidler und Brigadegeneral Schmidt.
(Quelle:
www.streitkraeftebasis.de, Bild: Uni
Bw/ Scheiblich)
Nachtrag:
Auf
der Seite der Bundeswehr gibt es jetzt auch ein Video zu der
Ausstellung "Warum Soldaten?"
zu sehen unter diesem Link…
Fünfzehn Jahre "Bundeswehr im Einsatz"
14.07.2009
Ausstellung im Berliner Paul-Löbe-Haus ist noch bis 24. Juli zu sehen
Es war eine leidenschaftliche Debatte im Bundestag, damals vor fast genau 15 Jahren. Am 22. Juli 1994 kam das Parlament zu einer Sondersitzung zusammmen, um erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik über einen Auslandseinsatz der Bundeswehr abzustimmen. Das Ergebnis: Mit 421 Ja-Stimmen bei 48 Nein-Stimmen und 16 Enthaltungen votierten die Abgeordneten für die Teilnahme der Bundeswehr am NATO-Einsatz im zerfallenden, von ethnischen Säuberungen und Vertreibungen gezeichneten Jugoslawien.
Es sollte der Auftakt sein zu einer ganzen Reihe von bewaffneten Auslandseinsätzen der Bundeswehr in den kommenden Jahren. Und war zugleich ein tiefer Einschnitt im Selbstverständnis der bundesrepublikanischen Gesellschaft, die noch Jahrzehnte nach der Katastrophe des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges froh war, sich im Schatten des Kalten Krieges aus kriegerischen Auseinandersetzungen heraushalten zu können. Grund genug für das Militärgeschichtliche Forschungsamt, sich in dieser Ausstellung mit dem Wandel, den die Bundeswehr von ihrer Gründung 1955 bis heute vollzogen hat, auseinanderzusetzen.
Randnotizen - News zu:
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