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Afghanistaneinsatz (11)
Solidarität mit unseren Soldaten zum Anstecken - Buttons und Pins
06.06.2010 von Simone Uetz
Jetzt online bestellbar
Neben den Aufklebern gibts jetzt zum Anstecken die Pins, Buttons und Magnete mit dem Motiv von Solidarität mit unseren Soldaten im Onlineshop von Randnotizen und dem Solidaritätsgästebuch von www.solidaritaet-mit-soldaten.de
Vortrag: Afghanistan - 30 Jahre Krieg
06.06.2010 von Simone Uetz
Regionaler Veranstaltungshinweis - Allgäu:
Themen:
Rückblick & Ausblick, Revolution & Russen, Mujaheddin & Jehad, Flüchtlingsnot & Hilfe, Najibullah & Warlords, (SU > GUS & neue Hoffnung), Taliban, 9/11 & Al-Qaida, USA, UN & Karsaizeit, Nachbarn & Tribal Areas, ISAF, OEF, PRT & Wir: Krieg? > Aufbau & Chancen!
Vortrag & Gespräch von und mit Landeskenner, Dr. Lorenz L. Göser
Mo 28.Juni 20 Uhr, Schlagentweith-Haus, Bergtorstraße 6, Isny
Über Dr. Lorenz Göser:
Als einstmaliger Kriegsdienstverweigerer ging er in den Siebziger Jahren als Entwicklungshelfer für die Hilfsorganisation "Help" nach Afghanistan und realisierte in Zusammenarbeit mit afghanischen Dorfbewohnern viele Projekte, wie z.B. Straßen, Kanalsysteme etc.
Seit dieser Zeit pflegt er enge Kontakte nach Afghanisten und zu dem ehemaligen Oberstarzt der Bundeswehr Dr. med. Reinhard Erös, den Initiator der privaten Hilfsorganisation Kinderhilfe Afghanistan, die Schulen in Afghanistan baut.
Afghanistaneinsatz: Politisches Geschehen aus der Sicht der Angehörigen von Bundeswehrsoldaten
15.12.2009 von Simone Uetz
TV-Tipp: phoenix spricht mit Soldatenmutter und Geistlichen über „Kundus-Affäre“ in Berlin
Boris Barschow bastelt mal wieder fleißig und so gibt es morgen am 16.12.09 ab 10 Uhr einen Beitrag auf phoenix mit dem Titel:
Politische Diskussion rund um die aktuelle „Kundus-Affäre“ - doch in dieser Sendung mal aus der Sicht von Angehörigen der Bundeswehrsoldaten, die dort in Afghanistan ihren Dienst tun.
Im Afghanistanblog heißt es:
„…morgen konstituiert sich ja nun der Untersuchungsausschuss zur „Kundus-Affäre“ in Berlin. Wir berichtenh ab 10 Uhr zwei Stunden lang über das erstre Zusammentreten der Politiker. Was dieser U-Ausschuss letztendlich bringen wird, wäre heute nur Spekulation. Für die Zukunft hoffentlich mehr Transparenz für die Bundeswehr-Mission am Hindukusch. Wir werden morgen probieren, das politische Geschehen in Berlin durch die Brille der Angehörigen von Soldaten im Studio zu spiegeln und bewerten zu lassen. Hintergrundgespräche aus einer Perspektive, die in den Medien nicht all zu oft vorkommen. Wir wollen uns dafür Zeit nehmen und die Betroffenen reden lassen, was sie über diese politische Debatte denken und wie sie in Soldatenfamilien diskutiert wird. phoenix zeigt das ganze Bild. Als Studiogäste sind Soldateneltern und ein Militärgeistlicher, der Afghanistan und die Sorgen und Nöte der Soldaten kennt, eingeladen. Dazu zwei Dokus über die einsatzvorbereitende Ausbildung der Soldaten und die Rückkehrerproblematik „Was ist, wenn ich aus dem Einsatz zurück bin?“. Und auch ein Schaltgespräch mit dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe (SPD). Würde mich über Feedback zur Sendung freuen. Erleben Sie also morgen die Synergie zwischen Blog und TV…”
Was wir unseren Soldaten schuldig sind?
02.12.2009 von Simone Uetz
Artikel in Welt-Online: Eine Demokratie hat die Menschen zu achten, die sie in ihren Krieg schickt
Ich bin mir nicht so sicher, ob es Angehörige und auch die Soldatinnen und Soldaten so begrüssen würden, wenn jeder verunglückte oder gefallene Soldat mit Namen und Bild auf den Titelseiten der Weltpresse erscheinen würde.
Dennoch zeugt Michael Kleebergs Beitrag in Welt-online einmal wieder davon, dass sich der O-Ton in der Presse nach und nach wandelt und vielleicht so immer mehr den Mensch hinter dem Soldaten in das Bewußtsein der Bevölkerung rückt.
Er schreibt davon, dass sich durch die Ereignisse bei Kundus, die jetzt zur Entlassung des ehemaligen Verteidigungsministers geführt haben, bei ihm ganz andere Fragen hervor gerufen haben, als die momentan öffentlich diskutierten, und dass er er in erster Linie an die deutschen Soldaten in Afghanistan denken muß.
Mit seiner Forderung, "dass diese Soldaten nicht der verlegen verleugnete gesellschaftliche Ausschuss bleiben, der sie momentan sind", spricht er sicher wie mir, auch vielen Soldatinnen, Soldaten und deren Familien, Freunden und Bekannten aus dem Herzen. 
Simone Uetz
Mit der Bundeswehr im Auslandseinsatz bei FrauTV, WDR
02.10.2009 von Simone Uetz
Soldat Uwe D. berichtet - Wiederholung am 5.10. 11.30 Uhr
Unter dem Motto "Frauen im Gespräch" stellt die WDR-Sendung die Lebenswirklichkeit von Frauen dar und und berichtet unter anderem über Medizin, Wirtschaft, Politik.
FrauTV sprach mit Uwe D. über seine Beruf als Soldat und darüber, wie man als Partnerin damit umgehen kann:
WDR FrauTV
Donnerstag, 01. Oktober 2009, 22.00 - 22.30 Uhr .
Montag, 05. Oktober 2009, 11.30 - 12.00 Uhr (Wdh.)
Auslandseinsätze der Bundeswehr
ein Thema über das besonders in letzter Zeit wieder viel diskutiert wird. Sollen deutsche Soldaten weiter in Afghanistan bleiben? Und sind sie im Kriegseinsatz? Egal wie die Politik entscheidet, hunderte von Soldaten sind und waren dort im Einsatz. Und kehren nach Hause zurück mit Erlebnissen, die nicht nur sie, sondern auch ihre Familien verändern. Und jetzt wird inzwischen auch offen über die Probleme gesprochen. Die Medien machten erst unlängst darauf aufmerksam, dass besonders die Einsätze in Afghanistan zu posttraumatischen Belastungsstörungen führen können. frauTV hat einen Mann getroffen, der schon mehrere Einsätze als Personenschützer hinter sich hat.
Erster Einsatz - 1997
Der erste Einsatz war Sarajevo und losgefahren ist der Hauptfeldwebel Uwe D. mit einem mulmigen Gefühl. Er hatte sich damals ganz nüchtern zusammen mit seiner Familie darauf vorbereitet. „Ich habe mein Testament geschrieben, meine Patientenverfügung gemacht, wenn irgendwas passieren sollte, aber eigentlich haben wir es verdrängt, wir wollten nicht das was passiert und deshalb haben wir nicht drüber gesprochen.“ Und dann, viel zu schnell, kam der Wagen, der ihn abholten. Es blieben noch 10 Minuten, um sich von seiner Frau und den vier Kindern zu verabschieden. Die richtigen Worte hat damals keiner gefunden. Was sollten sie sagen? Sie hatten alle keine Erfahrung mit einer derartigen Situation. Bei der Abfahrt hat Uwe dann nur einen Gedanken: Hoffentlich sehe ich das alles noch mal wieder!
Der Alltag im Einsatz
Beim ersten Granateneinschlag in Afghanistan kam Uwe D. schon ins Grübeln und fragte sich, was mache ich hier: „ Wenn da jemand sagt, er spürt nichts, das glaube ich nicht.“ Trotzdem stand für ihn immer fest, nicht gehen kommt nicht in Frage! Da hätte er das Gefühl gehabt, sich selbst zu verraten. Denn Soldat sein ist für ihn mehr als ein Beruf. Und die Einsätze sind Teil seines Berufes. Einsatz in Afghanistan das heißt, es gibt kaum Rückzugsmöglichkeit und viele Einschränkungen. Für ihn und seine Kollegen sind solche Einsätze auch eine besondere Herausforderung, bei der sie immer wieder vor neue Aufgaben gestellt werden. „Es ist für andere vielleicht nicht so leicht zu verstehen, aber es ist mehr als ein Job: Es geht auch um Emotionen, Gefühle und Kameradschaft, es gibt viele Facetten positive und negative“, beschriebt Uwe D.
Das „Nicht Verstehen“
Auch wenn er und seine Frau nur das Beste für den anderen wollten, sie kamen deutlich an ihre Grenzen, weil sie plötzlich in völlig unterschiedlichen Welten lebten. Am besten wird das vielleicht an einem Beispiel deutlich: Es gibt Tote und Verletzte in Afghanistan. Uwes Frau sitzt zu Hause und wartet verzweifelt auf eine Nachricht, fürchtet ihr Mann könnte unter den Opfern sein. Uwe ahnt nicht, was zu Hause los ist, wie viel Angst sie um ihn hat. Die Handys im Einsatz werden abgeschaltet, damit von offizieller Seite die betroffenen Familien über Verletzte und Tote vor der Presse informiert werden können. Zwei Tage dauert das Warten, dann ruft er zu Hause an. Ein sehr kurzes Telefonat, bei dem Uwe nicht versteht, warum seine Frau so aufgeregt ist. Heute, rückblickend, kann er es verstehen. Aber damals kam ihre geballte Angst nicht durch die Telefonleitung, er dachte, es ist doch gar nichts passiert.
Zu Hause und doch alleine
Wenn Uwe D. nach einem Einsatz nach Hause kam, hatte er das Gefühl hier läuft alles. Nur er gehörte irgendwie nicht mehr dazu. Er zog sich zurück, wurde empfindlicher, ging oft in Abwehrhaltung, ließ irgendwann nichts mehr so richtig an sich ran. Er glaubt zwar, dass sie beide nur das beste wollten, aber oft war das genau das Falsche. Zum Beispiel wenn er auf dem Sofa lag und seine Frau dachte, ihn nicht mit allem zu belasten, weil er ja schließlich schon genug um die Ohren hatte. Er aber fühlte sich ausgeschlossen. Oder wenn er selbst, als endlich ein bisschen Ruhe eingekehrt war, das Thema am liebsten gar nicht mehr angesprochen hat. Sie aber gerne mehr gewusst hätte und sich dann ausgeschlossen fühlte.
Zwei Welten
Uwe D. und seine Frau haben es zusammen nicht geschafft, sie haben sich getrennt. „Wir hatten nicht die Zeit für uns beide um anzukommen, sie aus ihrer Welt und ich aus meiner. Wir hätten uns in der Mitte treffen müssen und diesen Weg haben wir nicht gefunden. Dafür muss man sich aber einfach Zeit nehmen.“ Zeit nehmen und drüber reden. Eigentlich ganz einfach sagt Uwe heute, aber damals hat er es nicht hinbekommen und vielleicht habe er es auch gar nicht gewollt. Doch das ist seiner Meinung nach der einzige Weg der hilft. Deshalb engagiert er sich heute ehrenamtlich, um anderen von seinen Erfahrungen zu erzählen. „Vielleicht ist es so ein bisschen eine Art Wiedergutmachung für das was ich verbockt habe.“
Buchtipp
Uwe D.: „Randnotizen - Hundert Mann und ein Befehl. Als Berufssoldat in Afghanistan, als Mensch in der Heimat - ein Tagebuch zweier Welten“ Independent Verlag 2008, ISBN 9783000254079 „Randnotizen“ ist ein Buch, das sehr eindringlich beschreibt was Soldaten bei einem Auslandeinsatz erleben. Uwe D. schildert unter welchen Bedingungen er und seine Kollegen in Afghanistan leben und gibt durch Tagebucheinträge einen Eindruck davon, was er als Personenschützer dort erlebt hat. Sehr beeindruckend sind die persönlichen Rückblenden, die er nachträglich zu Hause geschrieben hat. Sie ermöglichen einen nahen Einblick in eine ganz eigene Welt mit vielen Gefühlen.
Quelle: FrauTV
Autorin: Ute Schneider
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